News / wr WR-13.01.2006 Schulterschluss gegen Badschließung

Schulterschluss gegen Badschließung

13.01.2006 / LOKALAUSGABE / HAGEN

Hohenlimburg. "Bitte jetzt keine Diskussionen mehr, wir sind uns doch wohl einig geworden", griff Bezirksvorsteher Hermann Hulvershorn am Donnerstagabend um Punkt 20 Uhr in seinem vollbesetzten Besprechungszimmer durch.

Die gemeinsame Erklärung, die Vertreter von CDU, SPD, FDP, Grünen, Republikanern, der Bürgerinitiative "Ja zum Kirchenbergbad" und des Stadtsportbundes nach einstündiger Beratung abgaben, ließ keinen Zweifel am Schulterschluss für den Erhalt des Kirchenbergbades aufkommen. "Wir möchten gemeinsam mit HagenBad ein Konzept erarbeiten, dass den Hohenlimburgern die ganzjährige Nutzung des Bades ermöglicht", formulierte BI-Sprecher Schmidt für die hochkarätige Runde, an der neben zahlreichen Bezirksvertretern die Fraktionssprecher Peter Leisten (CDU), SPD-Chef Mark Krippner, die stellvertretenden Bezirksvorsteher Friedrich Buschkühl (FDP) und Horst Eschenbach (SPD) sowie die CDU-Ratsvertreter Karin Kuschel-Eiser- mann und Willi Strüwer sowie die Stadtsportbund-Vorsitzende Christel Kipping teilnahmen. Eine Schließung, wie von HagenBad gefordert, käme auf keinen Fall in Frage.

"Eine Schließung gegen den Willen der Bezirksvertretung käme dem Ignorieren der gesamten Hohenlimburger Bevölkerung gleich", so Schmidt.

Willi Strüwer verdeutlichte, dass die jetzt unterbreiteten Vorschläge der HagenBad zum Bäderkonzept letztendlich im Rat der Stadt beschlossen werden müssten. "Ich und meine Hohenlimburger Kollegen werden uns auf jeden Fall für den Erhalt aussprechen und versuchen, weitere CDU-Ratsverteter von der Wichtigkeit einer ortsnahen Versorgung der Bürger zu überzeugen." Gelegenheit dazu ergebe sich auf einer Klausurtagung der Ratsfraktion am kommenden Wochenende. In das gleiche Horn stieß auch Mark Krippner, der ebenfalls auf einer Klausurtagung seiner Partei für das Kirchenberg-Wellenbad als Ganzjahreslösung werben will.

Und in noch einem weiteren Punkt waren sich die Hohenlimburger Bürgervertreter einig: Keinesfalls werde der Bau eines Zentralbades am Ischeland abgelehnt oder verteufelt. "Vielleicht geht es ja in Hagen auch eine Nummer kleiner als geplant und wir können hier in Hohenlimburg ein Bad ausbauen und das Lennebad abreißen," formulierte Willi Strüwer die Überlegungen. Niemand wolle den Bau eines Zentralbades in Abrede stellen, doch es müsse erst einmal durch Fachleute geprüft werden, was der Erhalt und Ausbau des Kirchenbergbades kosten würde, so Peter Arnusch.

Missgedeutet worden seien auch die Aussagen des Stadtsportbundes zum Zentralbad. Der Bau, so die Vorsitzende Christel Kipping, werde zwar begrüßt, allerdings nicht auf Kosten der Versorgung in den Stadtteilen. Über die hatten sich die Teilnehmer der Konferenz ebenfalls Gedanken gemacht. "Wer bislang mit einem blauen Auge davon gekommen ist, der kann sich nicht sicher sein, dass in kommenden Jahren weitere Bäder geschlossen werden."

Von einem Schnellschuss in der kommenden Ratssitzung wird abgeraten. Es gäbe noch reichlich Beratungsbedarf, waren sich die Teilnehmer am runden Tisch sicher.

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Von Andreas Reitmajer

Quelle: http://www.westfaelische-rundschau.de

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