News / wp WP-02.12.2005 "Zentralbad und Kirchenberg wichtig"

"Zentralbad und Kirchenberg wichtig"

02.12.2005 / LOKALAUSGABE / HAGEN

Hohenlimburg. Zur Vernunft und zur sachlichen Diskussion zurückzukehren: Dazu ermahnt Dietmar Helm, stellvertretender Vorsitzender des Stadtsportbundes, alle Beteiligten bei der gegenwärtig laufenden Bäderdiskussion. Diese schlug am Mittwoch im Hohenlimburger Rathaussaal hohe Wellen. Dabei war unüberhörbar: Hohenlimburg sagt "Nein zum geplanten Zentralbad" und will - im Falle eines Falles - sogar ein Bürgerbegehren einleiten, um das Superbad am Ischeland zu stoppen.

"Wir brauchen für den Wassersport ein solches Bad. Das ist unabkömmlich", bricht Dietmar Helm eine Lanze für die Pläne der HagenBad, macht aber gleichzeitig deutlich, dass die Bäder in den Stadtteilen nicht geschlossen werden dürfen. Zumindest nicht in allen Stadtteilen - wie in Hohenlimburg. "Das Kirchenbergbad muss ein Ganzjahresbad werden."

Helm rät dazu, sich mit Experten und mit den Bürgern zusammen zu setzen, um gemeinsam ein Konzept zu entwickeln und Kosten zu sparen. "So muss die Aufsicht in den Bädern vernünftig geregelt werden." Helm führt ein Beispiel an, dass bei Regenwetter in diesem Jahr in einem Hagener Bad sechs Schwimmmeister Aufsicht geführt hätten. "Diese Zeiten müssen einfach flexibler geregelt werden. Warum soll bei schlechtem Wetter das Bad mittags nicht mal für einige Stunden geschlossen werden?"

Die Argumentation von HagenBad, Schwimm- und Wasserballtraining sowie das Publikumsschwimmen im neuen Zentralbad unter einen Hut zu bringen, hält er für illusorisch. "Wenn Wasserball-Training ist, können im selben Becken in einem abgesperrten Teil nicht andere Bürger ihre Bahnen ziehen. Das ist viel zu gefährlich. Wie schnell fliegt mal ein Ball über die Absperrung hinweg."

Der Idealfall eines Zentralbades steht für ihn in Manchester. "Dort gibt es 50-Meter-Becken auf zwei Geschossebenen mit einer großen Tribüne fürs Publikum. Je nach Bedarf können Sportler und Freizeit-Schwimmer die unterschiedlichen Becken nutzen."

Eine weitere Möglichkeit ist für ihn, ein neues Zentralbad durch Gegenstromanlagen auch therapeuthisch zu nutzen und somit noch attraktiver zu gestalten. "In Hamburg und München geschieht das schon."

Für den stellvertretenden Vorsitzenden gibt es noch weitere Denkansätze. "Alle Beteiligten müssen nur die Diskussion fortsetzen. Es darf nicht über die Köpfe einiger entschieden werden", so Helm, der beklagt, dass der Stadtsportbund bislang nicht gehört worden ist. Deshalb bringt er auch Nicolai Fioriu ins Gespräch. "Der erfahrene Wasserballtrainer kennt alle Bäder dieser Welt. Er wohnt in Düsseldorf. Warum können die Verantwortlichen nicht einen solchen Mann mit einer solchen Erfahrung ins Boot nehmen?"

Deshalb hofft Helm, dass die Entscheidung über die zukünftige Bäderkonzeption vom Rat der Stadt nicht im Februar gefällt wird. "Es gibt zu viel Diskussionsbedarf."

Von Volker Bremshey

Quelle: http://www.westfalenpost.de

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