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SPD von Schmidt enttäuscht

03.10.2006 / LOKALAUSGABE / HAGEN

Hohenlimburg. Der Stachel der Enttäuschung sitzt doppelt tief bei den Hohenlimburger Sozialdemokraten. Einerseits darüber, dass der Bürgerentscheid zur Rettung des Kirchenbergbades nicht den erhofften Erfolg gebracht hat; andererseits über die Gedankenspiele von Frank Schmidt, möglicherweise mit seiner "Initiative" bei der nächsten Kommunalwahl als unabhängige Wählergemeinschaft gegen die etablierten Parteien antreten zu wollen.

"Die Begründung von Frank Schmidt ist nicht nachvollziehbar", sagte jetzt der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Mark Krippner beim Besuch der Hohenlimburger WESTFALENPOST-Redaktion. "Wir fühlen uns vom ihm hintergangen."

"Ohne die großartige Unterstützung der etablierten Parteien wäre ein solch beachtliches Ergebnis wie in Hohenlimburg nicht möglich gewesen", ergänzt Pressesprecher Aleksander Farkas. Insbesondere die Kritik von Schmidt, die SPD-Ratsvertreter könnten sich in Hagen nicht durchsetzen, wurmt die Genossen. "Sie haben sich mit dem Oberbürgermeister Demnitz und den Fraktionsvorsitzenden Weber gestritten. Jeder hat für Hohenlimburg gekämpft", so Krippner.

Auch den Vergleich mit Wattenscheid, den Schmidt vorgebracht hat, wollen die beiden Sozialdemokraten nicht gelten lassen. "Wir haben uns bei unseren Genossen in Wattenscheid erkundigt. Die Zahlen, mit denen jongliert worden ist, stimmen so nicht. Das sind Taschenspielertricks, die sind unseriös."

Bis 1999 hätte die SPD inWattenscheid die absolute Mehrheit besessen, jetzt sei sie noch immer stärkste Fraktion. Wählergemeinschaft und CDU würden als Koalition den Bürgermeister stellen, aber nicht über jene Finanzmittelverfügung, wie sie Schmidt dargestellt habe. "Da werden Gelder aus der Gebäudesanierung mitgerecht. Für Hohenlimburg müsste das heißen, dass die 2,7 Millionen Euro für die Sanierung der Rundturnhalle in das Haushaltsbudget einbezogen werden. Dann hat der Stadtteil Hohenlimburg auch einen viel höheren Etat."

Und mit einem Blick zum verwaisten Kirchenbergbad sagen die Genossen: "Wir müssen dort bei der weiteren Planung eine gute 1-B-Lösung finden. Im Ratsbeschluss steht, dass das Gelände für Freizeit und Sport genutzt werden soll." Gleichwohl halten sie auch eine Wohnbebauung für möglich.

Von Volker Bremshey

Quelle: http://www.westfalenpost.de

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