News / wr WR-20.10.2006 Schwimmverein ist empört über Polemik von Peter Leisten

Schwimmverein ist empört über Polemik von Peter Leisten

20.10.2006 / LOKALAUSGABE / HOHENLIMBURG

LESERBRIEFBetr.: Zuschuss für den Hohenlimburger Schwimmverein.

Wenn die Bemerkung "Frechheit" für die Aussagen des Fraktionssprechers der CDU in der Bezirksvertretung Hohenlimburg in einer öffentlichen Sitzung für geschönte Aussagen und den offensichtlichen Versuch, Nachlässigkeiten von Parteifreunden zu verdecken, öffentlich als ungebührliches Verhalten in einem Leserbrief bezeichnet werden darf, muss man sich fragen , ob wir in einem Obrigkeits-Staat leben oder in einer Demokratie.

Es ist bedauerlich, aber unter diesen Umständen erscheint es angebracht, wenn die Leser dieser Zeitung den genauen Ablauf der Antragstellung und der Vorgeschichte kennen würden:

Im Februar ist in Henkhausen der Brandschaden entstanden, der eine Benutzung des Bades für die Öffentlichkeit im Jahre 2006 nicht erlaubt hätte. Im März bahnte sich an, dass das Kirchenbergbad nicht mehr geöffnet würde. Darauf hin hat der neue Vorstand des HSV entschieden, alles zu versuchen, um wenigstens die notwendigen Umkleide- und Sanitärräume wieder herstellen zu lassen, damit auch im Sommer der Bevölkerung ein Feibad zur Verfügung gestellt werden konnte. Nachdem die Auflagen für den Wiederaufbau dem Verein vorlagen, war sehr schnell ersichtlich, dass höhere Kosten auf den Verein zukommen würden als der alte Vorstand hätte versichern lassen können.

Der Verein hat sich bemüht, von außerhalb Zuschüsse und Spenden zu bekommen, also auch von der Bezirksvertretung, da wir glaubten, dass der Wiederaufbau im öffentlichen Interesse stehen würde. Es wurde also auch ein Gespräch mit dem Bezirksvorsteher gesucht.

Am 17. Mai hat der Unterzeichner in seiner Eigenschaft als 1. Vorsitzender des HSV ein persönliches Gespräch mit dem Bezirksvorsteher Herrn Hulverhorn geführt. Bei dieser Gelegenheit ist Herrn Hulvershorn der Antrag und die dazugehörige Kostenaufstellung vorgelegt und erläutert worden. Seitens Herrn Hulvershorn war dem Verein eine Hilfe , keinesfalls in Höhe des Fehlbetrages, aber eben eine Finanzhilfe, in Aussicht gestellt worden, allerdings mit dem Hinweis, dass der Antrag erst in der Septembersitzung der BV behandelt werden könne, da man nur zweimal jährlich über Zuschüsse an Vereine und Institutionen aus dem Stadtbezirk entscheiden würde.

Der HSV musste also davon ausgehen, dass die Unterlagen, die eingereicht wurden, den Anforderungen für die Beratung genügen würden. Aus den Berichten in der heimischen Presse über die Septembersitzung der BV und der darin behandelten Anträge, konnten wir entnehmen, dass der Antrag des HSV nicht beraten worden war.

Bei einer Rückfrage bei dem Vertreter von Herrn Hulvershorn wurde uns von Herrn Eschenbach mitgeteilt, dass kein Antrag vorliege. Eine Aussage, die den Hohenlimburger Schwimmverein stark verwunderte. Auf Grund dieser Information hat der HSV sich noch einmal in einem Schreiben mit Datum vom 1. Oktober an den stellv. Bezirksvorsteher und die Mehrzahl der in der BV vertretenen Fraktionen gewandt und auch eine Kopie des Schreibens an Herrn Hulvershorn beigefügt. In diesem Schreiben waren die voraussichtlichen Baukosten und die Versicherungsleistung aufgeführt und auch der entstehende Fehlbetrag. Alles also, was für eine Entscheidung notwendig gewesen wäre. Eine Anfrage nach einer genauen Kostenaufstellung, und sei es auch nur telefonisch, ist uns weder von der Verwaltung noch von den politischen Vertretungen zugegangen.

Vielleicht ist bei der Betrachtung dieser Fakten die Aufregung des Unterzeichnenden verständlich, da der Antrag wiederum verschoben wurde, mit dem Argument, der fehlenden Kostenübersicht. Für den HSV muss sich der Eindruck verstärken, dass man aus einer ganz bestimmten politischen Richtung und aus Gründen, die möglicherweise in der Vergangenheit liegen, und die vielleicht in der Zurückhaltung des alten Vorstandes bei der Frage des Kirchenbergbades zu suchen sind, ein Motiv für dieses Verhalten liegt.

Der HSV stellt seit 1929 der Hohenlimburger Bevölkerung die Sportstätte Henkhausen zur Verfügung. Die Mitglieder bemühen sich mit sehr viel Arbeitseinsatz und unter Aufbringung fast der gesamten Mitgliedbeiträge, der Hohenlimburger Bevölkerung die Möglichkeit des Schwimmens im Sommer in einem Freibad zu geben. Dies wird von Herrn Leisten, der doch ein verantwortlicher Kommunalpolitiker sein will, offensichtlich nicht wahrgenommen. Es gibt viele Bewohner Hohenlimburgs, die immer gerne nach Henkhausen kommen. Abschließend noch eine kleine Bemerkung zu der Polemik hinsichtlich der Baukosten und fehlender Mittel: Der HSV war nicht unterversichert bezogen auf die Möglichkeiten, die Gebäude in der alten Ausführung wieder aufzubauen. Es existieren aber mittlerweile Bauvorschriften, die zu Mehrausgaben zwingen, die durch Versicherungen aus den 80er Jahren nicht mehr gedeckt werden können. Zu deren Abdeckung hatten wir auf eine Hilfe durch die BV gehofft.

Unsere Verschönerungen haben wir realisieren können dank der großen Hilfe durch Spenden aus Industrie, Handel , Handwerk und durch zusätzliches Engagement unserer Mitglieder in finanzieller Hinsicht und durch viel Eigenleistung . Sollten einige wenige politische Vertreter dem HSV nicht helfen wollen, ungeschadet seines Einsatzes für die Bürger dieses Stadtteils, um besser auch weiterhin auf HagenBad und den Rat schimpfen zu können, wäre es ehrlicher, dies auch öffentlich zu bekennen.

Lothar Hocks 1. Vorsitzender des Schwimmvereins

Quelle: http://www.westfaelische-rundschau.de

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