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FDP will weitere Chance für das Kirchenbergbad

18.09.2006 / LOKALAUSGABE / HAGEN

Hagen. (tob) Der Tag eins nach dem Bürgerentscheid gab Gelegenheit zur Rückschau. "Das Abstimmungsergebnis sollte in neuerliche Diskussionen einfließen", forderte gestern zum Beispiel die Wählergemeinschaft Hagen Aktiv und stellte fest: "Eine große Mehrheit der Hagener lehnt das Bäderkonzept ab." Ähnlich auch eine Stellungnahme der FDP-Fraktion, die jetzt den Willen der Hohenlimburger Bürger respektiert und das Kirchenbergbad erhalten wissen will. Natürlich nur unter der Voraussetzung, "dass mögliche Mehrkosten von privaten Sponsoren bzw. von der Bezirksvertretung Hohenlimburg getragen würden". Die Liberalen bezeichnen den Kampf der Bürgerinitiative als "beeindruckende, praktizierte Demokratie". Daran, dass die Hohenlimburger eine ebenso professionelle wie beherzte Kampagne abgeliefert haben, gibt es stadtweit keinen Zweifel. Besonders im Hagener Osten trafen Frank Schmidt und seine Mitstreiter den Nerv der Bürger. Bereits die 14 000 Unterschriften, mit denen der Bürgerentscheid erzwungen worden war, hatte man zu 74 Prozent in Hohenlimburg gesammelt. Dazu passt, dass die Wahlbeteiligung vom Sonntag ein deutliches Ost-West-Gefälle ausfweist. In Haspe beteiligten sich nur 13,2 Prozent an der Abstimmung, während immerhin 39,1 Prozent der Hohenlimburger in den Wahllokalen ein Kreuzchen machten. Bemerkenswertes förderte die Nachbetrachtung des Fachbereichs Statistik und Stadtforschung zu Tage: Die Wahlbeteiligung habe extrem geschwankt, nämlich zwischen 4,1 Prozent im Bereich Alleestraße und 52,3 Prozent rund ums Kirchenbergbad. Überraschend auch die Feststellung, die der Fachbereich über das Abstimmungsverhalten in Bezirken mit hohem Kinderanteil trifft: "Obwohl Kinder (jünger als 14 Jahre) zu den Hauptnutzern der Bäder gehören, konnte in Quartieren mit erhöhtem Kinderanteil keine höhere Abstimmungsbeteiligung festgestellt werden." Wenn die Kinderreichen aber abstimmten, votierten sie eindeutiger mit "Ja", so die Analyse. Als gutes Omen könnte derweil das Abstimmungsverhalten am Ischeland gewertet werden. Denn dort lagen die Nein-Wähler (trotz relativ hoher Wahlbeteiligung) vor den Ja-Kreuzern. Was vielleicht darauf schließen lässt, dass sich die Anlieger des neuen Sport- und Freizeitbades zumeist auf dasselbe freuen.

Quelle: http://www.westfalenpost.de

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