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Bahn frei für das zentrale Freizeitbad

18.09.2006 / LOKALAUSGABE / HOHENLIMBURG

Hagen. Das Sport- und Freizeitbad am Ischeland kommt so, wie es der Rat bereits im März beschlossen hat. Sonntagabend konnte die Bürgerinitiative (BI) aus Hohenlimburg zwar zwei Drittel der abgegebenen Stimmen auf den eigenen Vorschlag vereinen, scheiterte aber an der gesetzlich geforderten Mindeststimmenzahl. Von 157 000 Wahlberechtigten stimmten beim Bürgerentscheid 19 334 mit Ja, also für den Vorschlag der Bürgerinitiative. 30 908 Stimmen hätte die Gruppe um BI-Sprecher Frank Schmidt erreichen müssen, um den angegriffenen Ratsbeschluss zu kippen. "Das Bäderkonzept des Rates hat ein Akzeptanzproblem", interpretierte Frank Schmidt den Ausgang der Wahl. Denn selbst, wenn man Hohenlimburg herausrechnen würde, habe das Ratskonzept keine Mehrheit gefunden. In Hohenlimburg erreichte die Initiative das Traumergebnis von 89,5 Ja-Stimmen. OB zufrieden Zufrieden mit der Entscheidung des Wählers zeigte sich Oberbürgermeister Peter Demnitz: "Jetzt werden wir den Ratsbeschluss unverzüglich umsetzen." Demnitz bedauerte die niedrige Wahlbeteiligung von nur 18,8 Prozent. Zum Vergleich: Beim Bürgerentscheid im Oktober 2000, als es um die neue Mitte gegangen war, hatten immerhin 26,2 Prozent eine Stimme abgegeben. Vor diesem Hintergrund sprach auch der Leiter des Fachbereichs Statistik und Stadtforschung, Uwe Schubert, von einem "dramatischen Rückgang". Er interpretierte das Ergebnis so: "Die Bürgerinitiative hat gewonnen und verloren zugleich." Hagenbad-Geschäftsführer Ivo Grünhagen blickte gestern nach vorn. Er muss heute in die Umsetzungsphase eintreten. Baugenehmigung beantragen, Ausschreibungen vorbereiten und die Konzeption weiter verfeinern. "Ich wünsche mir, dass das zentrale Sport- und Freizeitbad am Ischeland jetzt keinen negativen Touch bekommt. Denn es handelt sich um ein tolles Projekt mit Strahlkraft in die Region." Aus für Kirchenbergbad Während SPD-Fraktionschef Jochen Weber feststellte, dass das Thema außerhalb von Hohenlimburg offenbar nur am Rande interessiert habe (Wahlbeteiligung rund 15 Prozent), forderte BI-Sprecher Frank Schmidt einen neuen Dialog um die Hohenlimburger Belange. "Hagen muss entscheiden, ob man gegen 90 Prozent der Hohenlimburger Politik machen möchte." Falls man dies wolle, müsse man sich darauf gefasst machen, dass "sich die politische Landschaft bis zur nächsten Kommunalwahl grundlegend verändern" werde. Die Bürgerinitiative behielt sich auch rechtliche Schritte vor, da einige Bürger möglicherweise keine Wahlbenachrichtigung bekommen hätten. Das bestritt die Verwaltung jedoch beim Pressegespräch am Sonntagabend.

Von Torsten Berninghaus

Quelle: http://www.westfalenpost.de

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