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Bürgerbegehren stößt auf riesige Resonanz

22.03.2006 / LOKALAUSGABE / HOHENLIMBURG

Hohenlimburg. Der Saal im Kirchenberg-Restaurant platzt aus allen Nähten. Die Bürgerinitiative "Ja zum Kirchenbergbad" brachte am Dienstagabend - gut zwei Wochen nach dem Beschluss des Hagener Rats, die Freizeitstätte zu schließen - ein Bürgerbegehren für den Erhalt des Schwimmbads auf den Weg.

Rund 280 Vereinsvertreter, Politiker, Familien und Einzelpersonen stehen gedrängt im Veranstaltungsraum. Wer nicht mindestens 20 Minuten vor Beginn da ist, bekommt keinen Sitzplatz mehr. Viele harren draußen im Vorraum aus. Mehr als 30 Bürger kehren um. Die meisten bleiben jedoch. Weil sie für den Erhalt des Bads unterschreiben wollen.

Drinnen stellt Frank Schmidt die Arbeit der Bürgerinitiative und das Bürgerbegehren vor. "Der Entwurf ist nach reiflicher Überlegung entstanden und beinhaltet eine Fülle von Vorteilen", sagt Schmidt. "Er garantiert das Fortbestehen des ganzjährigen Schwimmens in den Stadtteilen und somit auf kurzem Wege erreichbare Bäder. Daher ist unser Vorschlag besonders kinder- und familienfreundlich." Der Entwurf stehe im Einklang zum Konzept der Fachschaft Schwimmen, die ihre Unterstützung zugesichert habe. Zudem sei er kostengünstig. "Es entstehen im Vergleich zum Ratsbeschluss keine Mehrkosten", erklärt Schmidt weiter.

Um auch in Hagen Kräfte zu bündeln, verfolgt das Bürgerbegehren eine Gleichbehandlung der Bäder in Boele, Haspe und am Kirchenberg. "Hohenlimburg beansprucht keine Extrawurst", betont Schmidt, der gemeinsam mit Daniela Dölle und Veronika Lünstroth berechtigt ist, die Unterzeichnenden zu vertreten. Stundenlang haben die Mitglieder der Bürgerinitiative an dem Entwurf gefeilt. Der bundesweite Verein "Mehr Demokratie", der seit Jahren Bürgerbegehren begleitet, hat ihn rechtlich geprüft und keine Einwände. Ein Gespräch mit Manfred Hoffmann vom Rechtsamt der Stadt folgt in Kürze.

Das Konzept der Bürgerinitiative stößt auf breite Zustimmung in der Versammlung. In einer kurzen Diskussion werden rechtliche Bedenken angesprochen, Alternativvorschläge gemacht und zusätzliche Aktionen wie eine Demonstration gefordert, weil eine Wiedereröffnung des Kirchenbergbads in dieser Saison trotz Bürgerbegehrens nicht mehr möglich erscheint. Die beiden Hohenlimburger Ratsherren Willi Strüwer (CDU) und Siegfried Feste (SPD) sprechen ein Machtwort und fordern eine rasche Abstimmung: "Wir dürfen uns jetzt nicht verzetteln."

Alle Hände fliegen kurz darauf in die Höhe und unterschreiben wenig später. Die 1000 kopierten Listen mit Platz für je zehn Unterschriften sind rasch vergriffen. "Wir haben das Bürgerbegehren wie geplant auf den Weg gebracht. Das ist ein toller Start", so Schmidt. "Jetzt beginnt die gemeinsame Arbeit. 10 000 Unterschriften sind eine Hausnummer."

Unterschrieben werden kann in Elsey bei: Schreibwaren Euler, Dorfapotheke, Porzellan Siebert, Lotto Marx, Bäckerei Opitz, Metzgerei Flügge; in Hohenlimburg bei: Moden Ullrich, Schuhgeschäft Mevissen, Lederwaren Loch, Schuhhaus Giebel, Sport Elhaus, Foto Feldhege, Bäckerei Ermert und Buchhandlung Steglich. Dort und im Kirchenberg-Restaurant können "volle" Listen bis zum 15. Mai abgegeben werden. Wer noch Unterschriftenlisten benötigt, kann sich in den Abendstunden mit Frank Schmidt in Verbindung setzen, Tel: 0 23 34 / 4 32 46.

Für die Finanzierung des Bürgerbegehrens ist die Bürgerinitiative zudem auf Spenden angewiesen: Volksbank Hohenlimburg, Spendenkonto 43 31 51 33 00, BLZ 450 615 24.

Die Versammlung steht hinter der Bürgerinitiative und stimmt für das Bürgerbegehren. Der Saal im Kirchenberg-Restaurant ist rappelvoll. Viele Bürger warten im Vorraum. Fotos (3): Carolin Annemüller Die ersten Unterschriften werden gesammelt. Hanne Fischbach gibt weitere Listen aus.

Von Carolin Annemüller

Quelle: http://www.westfalenpost.de

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