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Start für das Bürgerbegehren

20.03.2006 / LOKALAUSGABE / HOHENLIMBURG

Hohenlimburg. Das Bürgerbegehren zur Rettung des Kirchenbergbads ist formuliert und rechtlich abgeklopft. Die Unterschriftenlisten sind kopiert. Heute Abend ist es soweit: Die Bürgerinitiative "Ja zum Kirchenbergbad" macht erneut für den Erhalt des Hohenlimburger Freibads mobil und gibt den Startschuss für das Bürgerbegehren.

Um 19 Uhr findet am heutigen Dienstag im Kirchenberg-Restaurant die erste Vollversammlung der Bürgerinitiative nach dem Beschluss des Hagener Rats, das Kirchenbergbad umgehend zu schließen, statt. "Wir laden dazu alle Bürger herzlich ein, die das Kirchenbergbad retten wollen", hofft Frank Schmidt, Sprecher der Bürgerinitiative, auf ein volles Haus. "Von diesem Treffen soll eine Signalwirkung ausgehen. Es ist wichtig, dass die Einmütigkeit in der Bäderfrage fortbesteht, auch was den Rückhalt der Hohenlimburger Parteien angeht." Gefordert wird ein ganzjähriges Schwimmen im Kirchenbergbad. Hierzu wäre eine Überdachung des großen Beckens erforderlich.

Zentrales Thema der Versammlung: Wie geht es nach dem umstrittenen Ratsbeschluss weiter? Zwei Ansätze haben die Aktiven der Initiative vorbereitet. Zunächst stellen sie vor, was sie in den vergangenen Monaten alles geleistet haben, um das Kirchenbergbad zu retten. "Wir waren nicht untätig. Das wollen wir dokumentieren", so Schmidt.

In einem weiteren Schritt wird das Bürgerbegehren im Wortlaut vorgestellt. "Wir hoffen mit dem Bürgerbegehren, einen Bürgerentscheid zu erzwingen", erläutert Schmidt. "Alle wahlberechtigten Bürger sollen unterschreiben und als Multiplikatoren die Listen verteilen." In Schulen, Firmen, Vereinen und im Handel sollen sie ausliegen - fünf Prozent aller Hagener Wahlberechtigten müssen unterschreiben. 10 000 Unterschriften sind das Ziel. "Wir sind zuversichtlich, dass eine breite Bewegung in Hohenlimburg entsteht", zeigt sich Schmidt kämpferisch.

Werden ausreichend Unterschriften gesammelt, kommt es zu einem Bürgerentscheid, sofern der Rat nicht schon nach der Unterschriftensammlung dem Willen der Bürger folgt. Der Bürgerentscheid gleicht einer Wahl. Bürger ab 16 Jahre dürfen ihre Stimme abgeben. "Das wird spannend", so Schmidt. "Es ist der einzige Weg, den politischen Beschluss umzudrehen."

Vor dem Start des Bürgerbegehrens ruft Hohenlimburgs stellvertretender Bezirksvorsteher Friedrich Buschkühl (FDP) die nackten Zahlen in Erinnerung: "Der Bau des Zentralbads am Ischeland kostet 25 Millionen Euro ohne Baunebenkosten. Die jährliche Kreditbelastung beträgt mindestens 2,7 Millionen Euro. Sanierung und Umbau des Kirchenbergbads zum Ganzjahresbad kosten dagegen einmalig 2,6 Millionen Euro." Werden die Gitter des Kirchenbergfreibads nochmal geöffnet? Die Bürgerinitiative startet heute das Bürgerbegehren. Foto: jan

Von Carolin Annemüller

Quelle: http://www.westfalenpost.de

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