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"Setzen weiterhin auf das Wellenbad"

12.04.2005 / LOKALAUSGABE / HOHENLIMBURG

Hohenlimburg. Die Entscheidung, das Schwimmerbecken des Kirchenberg-Freibades in diesem Jahr zu einem Beachvolleyballfeld umzuwandeln, stieß gestern in Hohenlimburg auf heftigen Widerstand - aber auch auf Verständnis.

"Das ist aber schade, ich habe mich so darauf gefreut", sagte eine Leserin am WP-Telefon. "Hohenlimburg hat das schönste Freibad weit und breit." Doch wer ab Mai seine Bahnen im 50-Meter-Becken ziehen will, wird enttäuscht sein. Am Montagabend fasste der Aufsichtsrat der Hagener Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (HGV) den Beschluss, in dieser Saison das Schwimmerbecken nicht wie bisher zu öffnen, sondern mit Sand zu einem Beachvolleyball-Feld umzufunktionieren. Damit ständen den Badegästen nur noch das Wellenbad und die Nichtschwimmerbecken zur Verfügung - zum selben Eintrittspreis wie bisher.

HVG-Pressesprecher Jochen Pollex betonte, dass die Maßnahme zunächst für die Freibadsaison 2005 gelte und keine Vorentscheidung in der Frage nach dem Fortbestand des Freibades sei.

"Natürlich werden wir genau beobachten, wie das Angebot angenommen wird und wie sich die Besucherzahlen entwickeln", so Pollex gegenüber der Heimatzeitung. Gleichzeit warb er auch um Verständnis: Dass bei einer solchen Entscheidung bestimmte Besuchergruppen benachteiligt werden, lasse sich nunmal nicht vermeiden.

Aber bei der Entscheidung des Aufsichtsrates sei es darum gegangen, bei der gegebenen Situation das kleinste Übel und den größten Nutzen gegeneinander abzuwägen. "Vielleicht bekommt das Kirchenbergbad durch das Beachvolleyballfeld ja einen ganz besonderen Charme."

Die Verantwortlichen hätten sich die Entscheidung "sicherlich nicht leicht gemacht". Weil Jahr für Jahr aber rund 10 000 Kubikmeter Wasser aufgrund des maroden Beckenkopfes ausgelaufen sind, habe schneller Handlungsbedarf bestanden.

"Mit Erschrecken" hat Mark Krippner, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Hohenlimburg, die Nachricht aufgenommen. "Aus Hohenlimburger Sicht ist dies natürlich nicht die Lösung, die wir wollen", so Krippner, der davon ausgegangen war, dass das Becken während der Trockenmonate saniert wird. Fraglich sei für ihn auch, warum die Sanierung nicht aus Mitteln der politischen Gremien teilfinanziert werden könne.

Als "bedauerlich, aber bedingt nachvollziehbar" bewertete Willi Strüwer, Vorsitzender der CDU-Ortsunion Hohenlimburg, die Entscheidung der HVG. Dass der Betrieb aufgrund der hohen Verluste nicht wie bisher aufrecht gehalten werden könne, sei nachvollziehbar. Unverständlich sei für ihn allerdings, warum diese Entscheidung nicht früher, sondern erst wenige Wochen vor Beginn der Freibad-Saison gefallen sei. "Vorher hätte man besser nach Alternativen suchen können." Jetzt sei auch im Hinblick auf die Schul- und Vereinssportler Eile geboten. Strüwer wies in diesem Zusammenhang auf das Konzept des Ganzjahresbades hin, dass seine Fraktion bereits mehrfach in der Bezirskvertretung vorgestellt habe. "Das Wellenbad ist eine große Attraktion", erklärte er, "auf das müssen wir nach wie vor setzen."

Gleichzeitig forderte er von Oberbürgermeister Peter Demnitz, der gleichzeit als Vorsitzender des HVG-Aufsichtsrates fungiert, sich für das Ganzjahresbad einzusetzen. Diese Sache sei zu wichtig, als nicht alle Parteien an einem Strang ziehen sollten.

Ob Hohenlimburg in Zukunft überhaupt noch über ein eigenes Freibad verfügt, hängt im Wesentlichen vom Bäderkonzept ab, dass Ende dieses Monats dem Aufsichtsrat vorgelegt werden soll.

Von Christian Janusch

Quelle: http://www.westfalenpost.de

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