News / wr WR-19.04.2005 Unsinnigen Beschluss revidieren

Unsinnigen Beschluss revidieren

19.04.2005 / LOKALAUSGABE / HOHENLIMBURG

Hohenlimburg. (-jer) Einen Tag vor der gestern Abend im Kirchenberg-Restaurant einberufenen Protestaktion gegen die Schließung des Kirchenerg-Sportbeckens sagten Hohenlimburgs Politiker der Bürgerinitiative ihre Unterstützung zu.

Am Montagabend kamen nach Informationen der Westfälischen Rundschau führende Vertreter von CDU, SPD, FDP und der Bürgervereinigung in der Gaststätte "Alt Limburg" zusammen. Die Grünen konnten nicht teilnehmen, sagten aber ihre Unterstützung zu. Wie während des Treffens deutlich wurde, sehen sich die Vertreter der großen Parteien unter selten da gewesenem Hagener Druck. "Alle nicht von einer Schließung betroffenen Hagener Stadtteile üben in Hagen einen offensichtlichen Schulterschluss gegen Hohenlimburg," hieß es dazu. Die hektische Geschwindigkeit, mit der das passiert, zeuge wohl von dem Respekt, den man vor den Hohenlimburgern politisch habe. Dem gegenüber stehe die Einigkeit der Hohenlimburger Politiker und der Bürgervereinigung in der Sachfrage Kirchenbergbad. Dazu gehört nach Informationen der WR sowohl die Unterstützung der Bürgerinitiative gegen die Schließung des Bades als auch ein gemeinsamer Antrag von SPD, CDU, FDP und Grünen in der heutigen Sitzung der Bezirksvertretung. In diesem Antrag wird der Aufsichtsrat der Hagener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (HVG) aufgefordert, den unsinnigen Beschluss, das Schwimmerbecken mit Sand zu füllen, zu revidieren. Mit der geplanten Anlage für Beachvolleyballfelder dürfte keine Vorentscheidung zur Schließung des gesamten Bades getroffen werden. Vielmehr sollte der Wasserverlust des Sportbeckens in diesem Jahr in Kauf genommen werden, da die Sandlösung nicht billiger sei als der vollständige Badebetrieb. Dieser Auffassung widersprach HagenBad gestern auf Anfrage der WR. Für die Verfüllung des gesamten Beckens nebst Sprungkuhle bis zu einer Höhe von 80 Zentimeter unterhalb Beckenrand habe man rund 15 000 Euro veranschlagt. Obwohl man in dem Bad dann nicht mehr schwimmen, sondern nur noch im Kinderbecken planschen und sich in der Welle vergnügen kann, würden die Eintrittspreise nicht gesenkt.

Für Oberbürgermeister Peter Demnitz, der zudem dem HVG-Aufsichtsrat vorsteht, hat der Antrag der Hohenlimburger Kommunalpolitiker in der BV-Sitzung keine Bedeutung. Demnitz gestern zur WR: "Die Bezirksvertretung hat keinen Einfluss. Entscheidungen treffen der Stadtrat und der Aufsichtsrat. Bislang steht unser Vorhaben."

Allwetterbad im Kirchenberg

Ob der Antrag aus Hohenlimburg nun die Fraktionen und die Mitglieder des Aufsichtsrates beeinflussen kann, noch einmal über das weitere Vorgehen zu beraten, vermochte er gestern nicht beurteilen. Peter Demnitz geht davon aus, dass das Bad nur mit der Einrichtung der geplanten Beachvolleyballfelder einigermaßen attraktiv gestaltet werden kann. "Wir wollten einen Bauzaun rund um das Becken vermeiden."

Die Forderungen der Hohenlimburger Politiker geht aber weit über die Saison 2005 hinaus. "Die Zeit bis zur Saison 2006 soll genutzt werden, um ein vernünftiges Konzept für ganz Hagen zu entwickeln, und zwar unter der Prämisse, dass in Hohenlimburg ganzjähriger Schwimmbetrieb im Kirchenberg gewährleistet wird." Das würde bedeuten, dass das Freibad in ein Allwetterbad umgebaut werden müsste.

Von Andreas Reitmajer

Quelle: http://www.westfaelische-rundschau.de

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