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Steine, Startblöcke: Alles muss raus

05.01.2007 / LOKALAUSGABE / HAGEN

Hohenlimburg. Alles muss raus? Ja. Je mehr, desto besser. Haartrockner, Pflastersteine, Umkleiden - für alles gibt es dankbare Abnehmer. Der Ausverkauf im Kirchenbergbad - er berührt die Hohenlimburger emotional. Tatsächlich aber spült er unverzichtbares Geld in die Kasse der HagenBad. "Wenn wir nichts tun würden, dann hieße es: Wir gehen mit dem Geld nicht vernünftig um", stuft Ivo Grünhagen, HVG-Chef, die Bemühungen seiner Mitarbeiter als gewissenhaft ein. Sie versuchen, das, was vom Bad zu gebrauchen ist, sinnvoll in anderen Bädern zu verbauen. Der Rest wird, wenn möglich, zu Geld gemacht. Da ist zum einen die fast neuwertige Spielplatzanlage des Kirchenberg-Freibads, die im Dezember in das Freibad Hestert eingebaut wurde. Deren alte Anlage war nach 15 Jahren "verspielt" und hätte erneuert werden müssen. Ersparnis: 20 000 Euro. Auch das Beckenboden-Reinigungsgerät wienert künftig das Bad auf der Hestert, wo das alte defekt ist. Macht unterm Strich: 15 000 Euro. Wenn sich kein Abnehmer für den Beckenheizer aus Hohenlimburg findet: Er würde ebenfalls in Haspe auf einen warmen Empfang stoßen.

Startblöcke, Wertfächer, das 1-Meter-Brett, Sanitärobjekte, Garderobenschränke, Umkleidekabinen: Die Stadt Herdecke war begeisterter Abnehmer für die weitaus günstigere Second-Hand-Ausstattung. Profitiert hat von der Kirchenbergbad-Schließung auch der Hohenlimburger Schwimmverein: Garderobenschränke, Haartrockner und anderes, in diesem Fall kostenlos von der Hagenbad ausgeliehen, hatten nach dem Brandschaden am Freibad Henkhausen den Saisonstart gesichert.

Es gibt nichts, was nicht anderswo gebraucht werden kann: Privatleute hatten die Pflastersteine vom Beckenrand erworben; sämtliche Bänke und Sitzeinrichtungen aus dem Freibad werden im Eisgarten Ischeland eingesetzt; die Schließanlage und die Kassenarbeitsplätze sind als Ersatz fürs Lennebad vorgesehen. Hier könnte eventuell auch der Kinderbereich aus Edelstahl angegliedert - oder ins neue Konzept am Ischeland integriert werden.

Am Ende steht der sogenannte Rückbau des Freibades, zu deutsch: Abriss. Dafür, so HVG-Pressesprecher Dirk Thorbow, gebe es aber weder einen konkreten Zeitplan noch Konzepte oder Interessenten für eine Nachnutzung des Geländes.

Und wie, nächste Frage, geht es im Lennebad weiter? Hoffentlich, sagt Ivo Grünhagen, mit Gesprächen, die zu einem konstruktiven Miteinander führen.

Von Anja Schröder

Quelle: http://www.westfaelische-rundschau.de

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