News / wr WR-29.12.2006 Eiskalte Dusche für Schwimmfreunde

Eiskalte Dusche für Schwimmfreunde

29.12.2006 / LOKALAUSGABE / HOHENLIMBURG

"Wasser hat keine Balken", sagt der Volksmund. Zum Glück. Hätte es welche, sie würden sich biegen. Glauben zumindest die Hohenlimburger. Sie fühlen sich von HagenBad-Chef Ivo Grünhagen mehr als verschaukelt.

Feuer und Wasser - zwei Elemente, die nicht zusammen passen. Anfang des Jahres zerstörte ein verheerendes Feuer Gaststätte, Küche, Umkleiden im Freibad Henkhausen. Die Schwimmbaduhr war um 1,46 Uhr stehen geblieben - und den Aktiven des Hohenlimburger Schwimmverein stockte angesichts des immensen Schadens der Atem. Das war der unselige Auftakt zu einem rabenschwarzen Jahr für alle Hohenlimburger Schwimmfreunde.

Im März gabs die eiskalte Dusche: Der Rat wollte dem Kirchenbergbad das Wasser abdrehen. Aus die Maus? Was ein waschechter Hohenlimburger ist, der lässt sich nicht einfach unterdöppen. Die Bürger begehrten auf, sprangen kopfüber in ein neues, heikles Thema, schwammen sich frei. "Ja zum Kirchenbergbad" hieß die Überschrift über die konzertierte Aktion - bis Juni hatte der Befreiungsschlag rund ums Bad Formen angenommen. Die 5 Prozent-Hürde schien geschafft.

Bäder-Konzept und -pläne schlugen hohe Wellen, der Protest schwappte deutlich über die Stadtgrenzen. Zwei Drittel waren letztlich gegen die Schließung des Kirchenbergbads zugunsten eines zentralen Spaßbads am Ischeland. Zwei Drittel, aber unterm Strich denn doch zu wenig. Den Kirchenbergbad-Aktivisten schlug förmlich das Wasser überm Kopf zusammen: Der Bürgerentscheid am 17. September scheiterte an der Anzahl der Stimmen. Davon hatten sich jede Menge, übrigens auch Hagener, für das Konzept der Hohenlimburger Bürgerinitiative und gegen das Bäderkonzept des Rates ausgesprochen.

"Ein rabenschwarzer Sonntag für Hohenlimburg" - diesmal stand den Kämpfern das Wasser in den Augen. Aber immerhin: Sie hielten sich mit der Hoffnung über Wasser, dass stattdessen jetzt das Lennebad attraktiver gestaltet werden würde. Womit wir wieder beim Volksmund wären. "Aus einer bittren Quelle", behauptet der, "läuft kein süßes Wasser". Ende des Jahres nämlich war klar, dass die Hohenlimburger über kurz oder lang auf dem Trockenen sitzen werden. Ab 2010, schreibt das Konzept, ist auch das öffentliche Baden im Lennebad finanziell nicht mehr tragbar. Vereins- und Schulschwimmen soll dagegen weiter möglich gemacht werden. Wie lange? Bis HagenBad Hohenlimburg auch hier das Wasser abgegraben hat?

Das Hohenlimburger Verhältnis zu Grünhagen und Co. ist denn auch deutlich unter Badetemperatur abgesunken. Eher nimmt man wohl den Eindruck gefrorenen Wassers zum Vergleich: Eiskalt nämlich.

Von Anja Schröder

Quelle: http://www.westfaelische-rundschau.de

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