News / wp WP-27.06.2006 Klare Absage an Hagenbad

Klare Absage an Hagenbad

27.06.2006 / LOKALAUSGABE / HAGEN

Hohenlimburg. Gestern Mittag teilte Bezirksvorsteher Hermann Hulvershorn telefonisch Hagenbad-Chef Ivo Grünhagen mit, dass dessen Pläne zur "Optimierung des Lennebades" in Hohenlimburg nicht auf Gegenliebe gestoßen seien. Wie die Westfalenpost am Donnerstag exklusiv berichtete, hatte Hagenbad die Idee, zur Aufwertung des Lennebades ein Kinderplanschbecken in die Außenanlage zu platzieren, zusätzliche Liegewiesen anzulegen und das Gelände einzuzäunen. "Das ist baurechtlich gar nicht möglich", sagte gestern Bezirksvorsteher Hermann Hulvershorn, "dazu hätte der Bebauungsplan geändert werden müssen." "Außerdem gehört dieser Außenbereich der Stadt Hagen. Hagenbad hätte somit zunächst das Gespräch mit den städtischen Ärmern suchen müssen", weiß Hermann Hulvershorn. Er selbst hat nach dem Grünhagen-Vorstoß die Fraktionsvorsitzenden der BV-Parteien und die drei fraktionslosen Vertreter zum Gespräch eingeladen. Hulvershorn: "Einstimmig haben wir beschlossen, den Hagenbad-Vorschlag abzulehnen." Jetzt warten die Hohenlimburger gespannt darauf, welche ("Schnaps")-Idee in den Hagenbad-Köpfen demnächst "gebrannt" wird. Einst wollte man das Becken des Kirchenbergbads zur "Sandkiste" umfunktionieren, nun das Lennebad mit Liegewiese und Kinderbecken aufwerten. "Vielleicht", so hoffte Bezirksvorsteher Hermann Hulveshorn gestern, "kommt Hagenbad jetzt auf die Idee, das Kirchenbergbad wieder zu eröffnen." Unerklärlich ist ihm jedoch noch immer, wer die Maßnahme ausgebrütet hat, das Bad sofort zu schließen. "Ausgangslage war doch immer, dass zunächst das neue Bad am Ischeland fertiggestellt ist." Ob das jemals der Fall sein wird, da plagen den Bezirksvorsteher echte Zweifel. "Das Bebauungsplanverfahren dauert doch mindestens 18 Monate. Die Träger öffentlicher Belange müssen dabei gehört werden." Jene Anwohner vom Ischeland, die bereits gegen den Bau einer Mehrzweckhalle geklagt haben, sollen nach seinen Kenntnissen bereits zwei Rechtsanwälte eingeschaltet haben. "Das ist in der Verwaltung bekannt. Nur die Politik wollte oder will davon nichts wissen." Bis zur Kommunalwahl Der von Hagenbad angedachte zeitliche Rahmen beim Bau des neuen Zentralbads steht für ihn somit auf wackeligen Füßen. Bezirksvorsteher Hermann Hulvershorn: "Vielleicht fällt ja alles mit der Kommunalwahl im Jahr 2009 zusammen?" Und das alles unter der vom Rat der Stadt Hagen beschlossenen Forderung, die Wohnqualität in Hagen und somit auch in Hohenlimburg zu steigern, um einer beängstigenden demographischen Entwicklung mit deutlichen Einwohnerverlusten entgegen zu steuern. "Wie sollen Bürger in den Stadtteilen gehalten werden, wenn diese noch nicht einmal ein Freibad besitzen?"

Von Volker Bremshey

Quelle: http://www.westfalenpost.de

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