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Schwimmverein und HagenBad kooperieren

18.05.2006 / LOKALAUSGABE / HAGEN

Hohenlimburg. Wenn am morgigen Samstag in Hagen die Freibäder öffnen, bleibt das Hohenlimburger Kirchenbergbad zu. Um den Bürgern trotzdem das Schwimmen in einem Freibad vor der Haustür zu ermöglichen, arbeiten der Hohenlimburger Schwimmverein (HSV) und die HagenBad GmbH zukünftig enger zusammen.

Der HSV erhält für den Badebetrieb im vereinseigenen Freibad in Henkhausen von HagenBad eine Finanzspritze in Höhe von 25 000 Euro sowie leihweise Armaturen, Umkleideschränke und Wertfachblöcke aus dem Kirchenbergbad. Den Grundstein für die Zusammenarbeit legte der neugewählte HSV-Vorstand um Lothar Hocks vor zwei Wochen. "Wir haben das Gespräch erst gesucht, als definitiv feststand, dass das Kirchenbergbad diesen Sommer nicht aufmacht", betont der Vorsitzende.

Während die HagenBad und der HSV gegenseitig von der Kooperation profitieren, klingeln bei der Bürgerinitiative "Ja zum Kirchenbergbad" und der Bezirksvertretung Hohenlimburg die Alarmglocken. "Wir haben einen Antrag für den Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen den Abbau von Technik und das Ablassen des Wassers im Kirchenbergbad auf den Weg gebracht", sagte Peter Königsfeld, Leiter der Bezirksverwaltungsstelle Hohenlimburg, gestern Mittag. Der Antrag wurde gestern an das Verwaltungsgericht Arnsberg weiter geleitet.

Ivo Grünhagen, Geschäftsführer der HagenBad, teilt diese Befürchtungen nicht: "Abgebaut werden nur Dinge, die im Kirchenbergbad selbst im Falle eines Weiterbetriebs nicht mehr benötigt werden." Ohnehin redet der Hagenbad-Chef lieber über die Vorteile der Zusammenarbeit mit dem HSV: "Wir haben hier eine gute Lösung gefunden. Eine Lösung, die dem Hohenlimburger Schwimmverein hilft und das Bäderangebot für die Hohenlimburger erweitert."

Damit geht für den HSV die Pechsträhne der vergangenen Monate zuende. Der schlechte Sommer 2005 ließ die Einnahmen des Schwimmvereins sinken, die Überschwemmung des Bads durch das Überlaufen des Hasselbachs im Sommer 2005 verursachte zusätzliche Kosten und ein Feuer im Februar verwandelte große Teile des Clubhauses in Schutt und Asche. 13 500 Euro muss der HSV aufbringen, um die Schäden der Überschwemmung zu beheben. 65 000 Euro betragen die Kosten für den Betrieb des Henkhauser Freibads in der laufenden Saison. Ein Budget, dass der HSV mit 13 000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen, 12 000 Euro aus der Bewirtschaftung, Zuschüsse von Firmen und Sponsoren sowie bisher durchschnittlichen Einnahmen von 5000 Euro aus Eintrittsgeldern schultern muss. Da kommt die Finanzspritze der HagenBad gerade recht.

Im Gegenzug verzichtet der HSV montags ab 17 Uhr auf das Training im Lennebad, das an diesem Wochentag nun geschlossen bleibt. Bei der HagenBad werden dadurch Personalressourcen frei, die dazu genutzt werden, das Lennebad samstags zu öffnen. Damit steht das Hallenbad den Badegästen ab dem 27. Mai samstags von 9 bis 15 Uhr zur Verfügung.

"Der Verzicht auf Trainingsmöglichkeiten geht zu Lasten des Sportlichen", kommentiert Lothar Hocks den Kompromiss. "Aber mit der finanziellen Hilfe von HagenBad sind wir in der Lage, Personal einzustellen, um die bislang sehr eingeschränkten Zeiten für das öffentliche Schimmen zu verlängern."

Das Freibad, in dem 500 Badegäste Platz finden, ist wochentags von 14 bis 18 Uhr sowie an den Wochenenden von 10 bis 18 Uhr geöffnet. "Diese Zeiten versuchen wir mit eigenen Kräften und Aushilfen abzudecken. Ab Ferienbeginn wollen wir täglich von 10 bis 18 Uhr öffnen.

Wir hoffen, bis dahin das erforderliche Vollzeit-Fachpersonal gefunden zu haben", so Hocks. Der Eintritt kostet für Erwachsene 2,50 Euro, für Kinder (bis 16 Jahre) 1,20 Euro.

Von Carolin Annemüller

Quelle: http://www.westfalenpost.de

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