News / wp WP-09.05.2006 "In geheimen Zusammenkünften die Parteifreunde getäuscht"

"In geheimen Zusammenkünften die Parteifreunde getäuscht"

09.05.2006 / LOKALAUSGABE / HOHENLIMBURG

Betreff: Freundschaftstreffen der Hasper und Hohenlimburger Bezirksvertreter an der Linde am Lennebad.

Bezirksvertreter Jochen Eisermann und seine Ehefrau, Karin Kuschel-Eisermann bewiesen Rückgrat und Glaubwürdigkeit, indem sie beim Freundschaftstreffen der Hohenlimburger Bezirksvertretung mit den von "Häuptling" Jochen Weber und Hagens Oberbürgermeister Peter Demnitz angeführten Kollegen aus Haspe fernblieben und die Gründe für ihr Verhalten öffentlich erklärten.

Eine ehrenhafte Bezirksvertretung, die wahrhaftige Interessen der Hohenlimburger Bürger verträte, hätte diese Zusammenkunft vor dem Hintergrund der skandalösen Kirchenbergbad-Schließung unseres Erachtens nach ohne Umschweife komplett absagen müssen, ebenso wie die Beteiligung an der Aktion "Wir machen uns zu 0-Euro-Müllmännern und -frauen der Stadt Hagen", die unter dem irreführenden Titel "Saubere Stadt Hagen" am 31. März und am 1. April unterm Schlossberg stattfand.

Denn die Ratsabstimmung gegen den Fortbestand des Hohenlimburger Kirchenbergbades war eben keine normale demokratische Entscheidung, und dies nicht nur wegen der Tragweite des Beschlusses.

Mit Tricks und in geheimen Zusammenkünften haben die Hagener Führungsgremien von SPD, CDU und Grünen ihre Hohenlimburger Partei"freunde" getäuscht und nach allen Regeln der Kunst über den Tisch gezogen.

So wurden sie zum Beispiel über den Beschluss zur sofortigen Schließung unseres Bades erst zwei Tage vor der Ratsabstimmung in Kenntnis gesetzt .

Außerdem hat man zunächst zur Befriedung der aufgeheizten Situation eine Expertenkommission eingesetzt, deren Ergebnisse dann aber nicht einmal abgewartet, obwohl keinerlei Zeitnot für eine entgültige Entscheidung vorlag.

Drahtzieher des Projekts "Kirchbergbad unter allen Umständen platt machen" waren nicht nur, aber eben auch Jochen Weber in seiner Funktion als Hagener SPD-Fraktionschef sowie Oberbürgermeister Peter Demnitz, darüber hinaus unter anderem die CDU-Strippenzieher Wolfgang Röspel, Peter Asbeck und Hans-Dieter Fischer sowie die Grünen Jochen Reichel und Hildegard Kingreen.

Wer die Interessen der Hohenlimburger Bürger glaubwürdig vertreten will, kann sich nach dem 2. März nicht mehr mit solchen "Volksvertretern" zum öffentlichen, freundschaftlichen Bier- und Schnapstrinken verabreden, auch wenn es der eigenen politischen Karriere noch so zuträglich ist.

Vor diesem Hintergrund haben es Karin Kuschel-Eisermann und Jochen Eisermann gewiss nicht nötig, sich von den letzten versprengten Kahlki-Jüngern oder auch von karriereorientierten Nachwuchs-Sozialdemokraten schulmeistern zu lassen.

Im Gegenteil:

Am Beispiel Kirchberg wird wie selten deutlich, wem sich Politiker verpflichtet fühlen - den Bürgern, die sie gewählt haben oder dem Fortkommen in der eigenen Partei.

Auch der WESTFALENPOST-Kommentar von Volker Bremshey hat eloquent verdeutlicht, dass das Ehepaar Eisermann auf diese Frage eine ebenso ehrenwerte wie sachgerechte Antwort gegeben hat.

Eine Antwort überdies, die die meisten anderen Bezirksvertretungs-Mitglieder den Bürgern leider offensichtlich schuldig bleiben!

Bürgervereinigung für die Selbstständigkeit Hohenlimburgs Holger Lotz Dieselstraße 4 58119 Hohenlimburg

Quelle: http://www.westfalenpost.de

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