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Hohenlimburger Szenario unbekannt

01.12.2005 / LOKALAUSGABE / HAGEN

Hohenlimburg. (mao) Moderatorin Petra Voßebürger ist spezialisiert auf die Begleitung von "Verständigungsprozessen". Am Mittwoch hatte sie alle Hände voll zu tun: HagenBad informierte im Rahmen eines Stadtteilforums über das neue Bäderkonzept. Rund 200 Gäste kamen dazu in das Hohenlimburger Rathaus.

Hubertus Kleinsorge, zuständiger Projektleiter bei HagenBad, ließ keine Zweifel offen: "Wir machen uns für ein zentrales Allwetterbad am Ischeland stark!" Konsequenz: Alle übrigen Hagener Bäder müssten geschlossen werden.

Trotzdem, das betonte er immer wieder, sei ein Dialog möglich. Alle Argumente des Abends würden in die Entscheidungsfindung einfließen.

Argumente und vor allem Fragen gab es eine Menge. Zum Beispiel von Frank Schmidt, Sprecher der Bürgerinitiative "JA zum Kirchenbergbad": "In der Sitzung vom 20. Juni 2005 bat die Bezirksvertretung Hohenlimburg HagenBad, neben den bereits bestehenden fünf Szenarien noch eine weiteres durchzurechnen. In das soll ein Ganzjahresbetrieb und eine Traglufthalle am Kirchenberg einfließen. Wann bekommt die BV darauf eine Antwort?"

Projektleiter Hubertus Kleinsorge: "Es tut mir leid, aber dieser Beschluss der BV ist mir nicht bekannt. Es gibt deshalb noch kein weiteres Szenario." Das Publikum quittierte diese Aussage mit Hohngelächter. Kleinsorge ergänzte: "Wir können uns aber vorstellen, dass in den drei Varianten, die Hohenlimburg berücksichtigen, auch eine Traglufthalle vorkommt."

Ratsherr Siegfried Feste (SPD) und weitere Diskussionsteilnehmer fragten, wie HagenBad sicherstellen könne, dass bei nur einem Schwimmbad alle 70 Schulen in Hagen - davon sind 37 Grundschulen - ihren Schwimmunterricht abhalten können.

Antwort: "Es gibt die Möglichkeit, die Becken zu teilen. Wir haben eine Wasserflächenberechnung durchgeführt und keine Unterschiede zwischen einem Zentralbad und der derzeitigen Situation herausbekommen." Sauer stießen den Anwesenden außerdem die weiten Anfahrtswege zum Schulschwimmen sowie die damit vebundenen Mehrkosten auf.

Peter Leisten, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung, hielt nicht allzu viel von den Erklärungen des HagenBad-Projektleiters. Viel Beifall bekam sein Einwand: "Ich weiß nicht, der wievielte Vertreter von HagenBad Sie sind, der versucht, den Sand, den Sie nicht im Kirchenbergbad loswurden, uns in die Augen zu streuen." Er kritsierte, dass die Besucherzahlen der einzelnen Bäder als Argument für die Schließung oder den Weiterbetrieb herangezogen würden. "Dabei weiß doch jeder, dass das Kirchenbergfreibad die wenigsten Tage im Jahr geöffnet hatte und somit hierhin weniger Besucher kamen als in die länger geöffneten Bäder." "Das ist in diesem Fall richtig", gab Hubertus Kleinsorge zu. Desweiteren entschuldigte er sich noch einmal für die unnötigen Schließungstage bei gutem Wetter. "Das waren teilweise unglückliche Entscheidungen. Das Schlechtwetterkonzept ist keine Willkür, sondern soll helfen zu sparen."

Niemand der Anwesenden erwartete am Mittwochabend eine Lösung. Die Bürgerinitiative machte aber noch einmal klar: "Wir sind kooperativ und unterstützen die Entscheidungsfindung durch eigene Ideen, wie beispielsweise die Traglufthalle am Kirchenberg."

Quelle: http://www.westfaelische-rundschau.de

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