News / wr WR-17.11.2005 Bürger skeptisch in Sachen Spaßbad

Bürger skeptisch in Sachen Spaßbad

17.11.2005 / LOKALAUSGABE / HAGEN

Hengstey. (Sch.) In Hagener Bädern wird Geld versenkt - rund 6 Millionen Euro jährlich macht HagenBad, städtische Tochter unter dem Dach der Hagener Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (HVG), Miese. Die Bremse soll gezogen werden, fordert die Politik, denn zusammen mit dem Defizit der Straßenbahn AG ist das Betriebsvermögen sonst bald verzehrt.

Die Bäder in den Stadtteilen sollen nach Möglichkeit geschlossen werden. Das jedenfalls schilderte Hubertus Kleinsorge, Projektleiter der HVG am Mittwochabend bei einer Infoveranstaltung im Hengsteybad. Dorthin kamen etwa 60 Bürger.

Laut Kleinsorge sei die jährliche Bezuschussung der Bäder längst nicht das Ende des Sprungbretts. 16 Mio. E müssten in den kommenden Jahren in die Bäder geflutet werden, um den technischen und den Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden.

Es müsse gehandelt werden. Dafür habe man fünf Entscheidungsvarianten erarbeitet. Die reichen von der Schließung aller bestehenden Bäder (dafür aber Bau eines zentralen Bades), über die Schließung einiger Bäder (dafür Bau eines zentralen Bades), bis zur Erhaltung aller Bäder (ohne zentrales Bad).

Die Kosten für den Bau eines zentralen Bades mit Wellness- und Spaßbereich einschließlich 50-Meter Becken veranschlagte Kleinsorge auf rund 25 Mio.E. Die HVG bevorzuge den Standort Ischeland, da hier eine gute Anbindung vorhanden sei und zudem eine Verbesserung der Infrastruktur (ÖPNV) zu erzielen sei. So könnte das Defizit auf jährlich 3 Mio. E reduziert werden.

Die Planungen, Stadtteilbäder auf Kosten eines großen Spaßbades zu opfern, aber kam bei den Infoveranstaltungsbesuchern alles andere als rosig an. Ein vernünftiger Schul- und Vereinssport könne bei Schließung anderer Bäder nicht mehr aufrecht erhalten werden, so die einhellige Meinung. "Warum wurde im Hestertbad und Hengsteybad noch vor kurzem mit Millionenbeträgen investiert, wenn sie jetzt geschlossen werden sollen? Was überhaupt passiert im Falle einer Schließung mit den Bädern?"

Frank Schmidt von der Bürgerinitiative "Ja zum Erhalt Kirchenbergbad" wollte nicht ein Bad gegen das andere ausspielen. "Wir brauchen die Bäder in den Stadtteilen." Er könne keinen Sinn darin sehen "mindestens 25 Millionen Euro in die Luft zu werfen". Zudem seien Wellness- und Spaßbäder eine längst überholte Idee. Eine Entscheidung trifft der Rat voraussichtlich im Februar 2006.

Quelle: http://www.westfaelische-rundschau.de

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