News / wr WR-12.02.2006 Kirchenbergbad nicht voreilig abschreiben

Kirchenbergbad nicht voreilig abschreiben

12.02.2006 / LOKALAUSGABE / HAGEN

Hagen. (jh) Bei der Entscheidung um die Zukunft der Bäderlandschaft in Hagen sollte der Standort Hohenlimburg noch außen vor bleiben. Das meint Frank Schmidt von der Bürgerinitiative für den Erhalt des Kirchenbergbades: "Wir brauchen mehr Zeit."

Und zwar vor allem deshalb, weil die "Expertenkommission", in der neben Frank Schmidt noch zahlreiche Politiker aus Hohenlimburg sitzen, in ihrer letzten Sitzung am vergangenen Montag keine befriedigenden Auskünfte von HagenBad bekommen habe.

Auf Nachfrage seien vom Architekten Schütze zwar die Sanierungskosten des Kirchenbergbades auf 2,6 Millionen E beziffert worden, eine genaue Aufschlüsselung sei jedoch ausgeblieben. Auch habe man den Eindruck, dass erst jetzt konkrete Kostenvoranschläge eingeholt würden, genaue Zahlen also deshalb nicht herausgegeben worden seien, weil sie noch gar nicht vorlagen, so Frank Schmidt. Das Anliegen des "Arbeitskreises Kirchenberg" sei es, alle Möglichkeiten für den Erhalt abzuklopfen. Deshalb wolle man auch selbst nach dem Leck im Rohrsystem suchen. Das hatte Bäderchef Ivo Grünhagen (WR vom 11. Februar) angeboten.

Dezernent Dr. Christian Schmidt schlug letzten Montag vor, bei der Entscheidung des Rates am 2. März, die Entscheidung über das Bad in Hohenlimburg offen zu halten, falls der Arbeitskreis es vorher nicht schaffen sollte, seine Arbeit abzuschließen. Und danach sieht es aus.

Diesen Vorschlag hält auch Frank Schmidt für richtig. Sollte sich tatsächlich herausstellen, dass die Kosten für den Erhalt des Kirchenbergbades völlig aus dem Ruder laufen, dann seien die Hohenlimburger auch bereit, die Schließung hinzunehmen. Um zu ermitteln, ob ein Ganzjahresbetrieb im Kirchenberg nicht sinnvoller als im Lennebad ist, "bräuchten wir aber konkretere Angaben von HagenBad." Frank Schmidt vermutet, dass HagenBad gar keine Ganzjahreslösung im Kirchenberg wolle, um tatsächlich auf die die kalkulierten 480 000 Besucher pro Jahr im neuen Spaßbad zu kommen. Ein attraktives Bad im Hagener Osten sei da wohl nicht willkommen.

Das nächste Treffen des Arbeitskreises findet kommenden Mittwoch statt. Dann will Bäderchef Ivo Grünhagen persönlich Rede und Antwort stehen.

Quelle: http://www.westfaelische-rundschau.de

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