News / wp WP-09.04.2006 "Man muss attraktiv bleiben"

"Man muss attraktiv bleiben"

09.04.2006 / LOKALAUSGABE / HAGEN

Hagen-Mitte. Die Diskussion um die Hagener Bäderlandschaft ist auch nach dem Ratsbeschluss "Zukunftskonzeption und Neuausrichtung der Hagener Bäder" vom 2. März immer noch in aller Munde. Vor allem die Hohenlimburger Bürgerinitiative "Ja zum Kirchenbergbad" sträubt sich vehement gegen die mit dem neuen Sport- und Freiteitzbad verbundene Schließung des Wellenbads. Um Klarheit zu schaffen, ging Hagenbad am Wochenende erneut in die Offensive und leistete am Samstag Überzeugungsarbeit in der Hagener Fußgängerzone.

"Wir brauchen die Leute eigentlich nicht für die Sache zu gewinnen. Das Konzept halten fast alle für notwendig. Viel wichtiger sind mittlerweile die Details zum Bäderkonzept", freute sich Hagenbad-Sprecher Dirk Thorbow in einer ersten Bilanz, dass die anfängliche Skepsis bei den Hagener Bürgern verflogen ist. "Wir hatten heute erwartet, uns erneut für die wirtschaftlichen Maßnahmen rechtfertigen zu müssen, aber das war nur in einigen Ausnahmen nötig", erklärte Thorbow, der mit seinen Kollegen und Kolleginnen sowie dem Stadtsportbund über 2000 Beratungsgespräche führte.

Besonders das geplante Glasdach, das die Möglichkeit bietet, den Schwimmbadkomplex im Winter zu besuchen, kam gut an. "So ist man unabhängig vom Wetter und viele aus Hagen würden sicherlich nicht mehr nach außerhalb fahren, um schwimmen zu gehen", meinten Natascha und Björn Hubig. Natürlich finden auch sie es schade, dass Schließungen, wie zum Beispiel des Kirchenbergbades, damit verbunden seien, aber es sei auch wichtig, den allgemeinen Trend zu verfolgen, um attraktiv zu bleiben.

Auch Rolf Böhemeier befürwortet das geplante Sport- und Freizeitbad: "Mich würde vor allem das Sauna-Angebot interessieren", so der leidenschaftliche Saunagänger. Allerdings brachte er auch Verständnis für ältere Menschen auf, für die es sicherlich schwierig sei, zum Ischeland zu gelangen. "Viele sind nicht mehr motorisiert oder können die öffentlichen Verkehrsmittel nicht nutzen, da ist es natürlich von Vorteil, wenn momentan fast jeder Stadtteil über ein eigenes Schwimmbad verfügt", fand Böhemeier.

Einen längeren Weg befürchten auch die Schwimmer aus Hohenlimburg. Denn mit dem Sport- und Freizeitbad soll gleichzeitig die Schließung des Kirchenbergbads einher gehen. Dort wird sicherlich mehr Überzeugungsarbeit nötig sein. Deswegen stellt sich Hagenbad auch dort am 22. April in der Fußgängerzone den Fragen der Bürger. "Den Hohenlimburgern kommt das neue Bad doch genauso zugute wie den anderen Hagenern. Das Kirchenberg ist nur ein Saisonbad und kann nur wenig genutzt werden. Es entstehen also viele Vorteile", sieht Thorbow den Diskussionen mit den Hohenlimburgern gelassen entgegen.

Von Marcel Wiesendt

Quelle: http://www.westfalenpost.de

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