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350 neue Unterschriften gesammelt

23.04.2006 / LOKALAUSGABE / HOHENLIMBURG

Hohenlimburg. (mao) Highnoon in der Freiheitstraße: Am Samstagmorgen traten Vertreter von HagenBad und der Bürgerinitiative "Ja zum Kirchenbergbad" gegeneinander an. In der Hohenlimburger Fußgängerzone kämpften sie um Volkes Meinung zum Bäderkonzept. Ihre Waffen: Argumente.

"Der Informationsstand von HagenBad ist ein voller Erfolg", freute sich Willi Strüwer. Lob von dem CDU-Ratsherren, der für die Bürgerinitiative auf Unterschriftenfang geht? Ja, denn er ergänzte: "Wir haben heute schon 350 Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen die Schließung des Kirchenbergbades bekommen." Vis- a-vis hatten sich Veronika Lünstroth, Thomas Niederköppen und Willi Strüwer von der Bürgerinitiative zum Stand der HagenBad platziert.

Tatsächlich, es war kaum zu übersehen - die Hohenlimburger stimmten mit den Füßan ab. Zwar kamen vereinzelt Bürger an den Infostand von HagenBad, der mit kleinen Präsenten und Informationen zum geplanten Zentralbad lockte, aber mehr los war am Stand der Bürgerinitiative.

"Die Resonanz ist nicht so gut. Das war aber klar, schließlich sind die Diskussionen in Hohenlimburg sehr schwer, weil hier alles auf das Kirchenbergbad bezogen wird", so Hubertus Kleinsorge. Der Projektleiter ist bei HagenBad für die Neukonzeption der Bäderlandschaft verantwortlich. Er ging immer wieder auf Passanten zu und bot ihnen kleine Prospekte an, die das geplante Zentralbad vorstellen.

Bei der Bürgerinitiative frohlockte man derweil: "Es ist wirklich erstaunlich. Der Leitsatz heute lautet: ,Wir haben schon unterschrieben. Das hören wir gerne." Gar nicht gerne hört Rudi Oswald, Anwohner am Kirchenberg, ein bekanntes Argument der HagenBad: "Es stimmt nicht, dass da oben alles marode ist. Ich habe 45 Jahre bei Hoesch im Rohrleitungsbau gearbeitet und die Anlagen im Kirchenbergbad gesehen. Die sind in Ordnung!" Projektleiter Kleinsorge sagt hingegen: "Ich kann verstehen, dass die Hohenlimburger sauer sind, wenn wir ihr Freibad schließen müssen. Aber es gibt auch keine Einsicht, dass das Bad marode ist. Eine Sanierung würde bis zu drei Millionen Euro kosten."

Einen Hoffnungsschimmer machte Hubertus Kleinsorge aber aus: "Es ist sehr auffällig, dass zu uns vor allem viele junge Familien kommen, um sich über das neue Angebot zu informieren. Sehr schlecht kommen wir hingegen mit Menschen ab 50 Jahren aufwärts ins Gespräch." Er vermutet, dass hier eine Art "Generationskonflikt" stattfinde.

Wie emotional manche Hohenlimburger das Thema tatsächlich angehen, zeigten auch zwei Plakate, die neben dem Stand der HagenBad angebracht waren. Auf ihnen war zu lesen: "Besatzungsmacht verschwinde" und "Hagener go home". Die Bürgerinitative versicherte, dass diese Meinungsäußerungen nicht aus ihren Reihen stammten.

Quelle: http://www.westfaelische-rundschau.de

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