News / wp WP-16.01.2006 Hulvershorn soll Expertenteam gründen

Hulvershorn soll Expertenteam gründen

16.01.2006 / LOKALAUSGABE / HOHENLIMBURG

Hohenlimburg. Nachdem sich die SPD-Ratsfraktion am Samstag für die Schließung des Kirchenbergbads ausgesprochen hat, ist die Zukunft des Wellenbads ungewisser denn je. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an die heutige Sondersitzung der Bezirksvertretung (16 Uhr, Rathaus) zur Bäderlandschaft und zum Erhalt des Kirchenbergbads. Ivo Grünhagen, Chef der HagenBad, kommt zwar nicht, hat aber einen Auftrag für Hermann Hulvershorn. Der Bezirksvorsteher soll ein Expertenteam für die Hohenlimburger Bäder zusammenstellen.

Nur zwei Tage nach dem Schulterschluss aller fünf Parteien der Bezirksvertretung im Kampf für das Kirchenbergbad, mussten die heimischen Genossen die Entscheidung der SPD-Fraktion verkraften. Jetzt könnte das Lennebad zum Ganzjahresbad ausgebaut werden. Die Hohenlimburger Genossen Siegfried Feste und Ramona Timm-Bergs wurden überstimmt. Der dritte Hohenlimburger Ratsherr, Werner Heider, war am Samstag verhindert.

"HagenBad hat in der Sitzung ganz neue Fakten zum maroden Zustand des Kirchenbergbads auf den Tisch gelegt. Warum so spät? Das ist nicht fair", ärgert sich Mark Krippner, Vorsitzender des Hohenlimburger SPD-Ortsvereins, und formuliert seine Erwartungen für die heutige Sitzung: "HagenBad muss zu den neuen Fakten Stellung nehmen. Erst danach können wir nach Alternativen suchen."

"Wir haben keine neuen Fakten auf den Tisch gelegt. Die Sachlage ist bekannt", stellte Ivo Grünhagen, Chef der HagenBad, gestern auf Anfrage der WP klar. An der heutigen Bädersitzung nimmt er nicht teil. "Das kriege ich terminlich nicht hin. Ich habe die Einladung erst einen Tag vorher bekommen", sagte Grünhagen und schickt nun einen Mitarbeiter ins Hohenlimburger Rathaus. Zudem habe er erst im April die Faktenlage in der Bezirksvertretung dargestellt. "Seitdem sind wir im Gespräch", so Grünhagen. "Ich weiß nicht mehr, was wir noch tun können, um zu informieren."

Was man tun kann, um eine Lösung zu erarbeiten, weiß Grünhagen aber schon: "Ich habe Herrn Hulvershorn gebeten, ein Expertenteam zusammenzustellen. Wir müssen gemeinsam eine Lösung unter Beachtung aller Rahmenbedingungen hinkriegen. Für uns ist das auch wichtig. Wir sind Badbetreiber, nicht Badschließer."

Bezirksvorsteher Hermann Hulvershorn will schon in der heutigen Sitzung über ein Expertenteam diskutieren. Grünhagens Begründung, zu spät eingeladen worden zu sein, entkräftigt er: "Wir haben rechtzeitig eingeladen, mit der Tagesordnung."

Hulvershorn und Peter Königsfeld, Verwaltungschef im Hohenlimburger Rathaus, wollen nun mit der Bezirksvertretung das fortsetzen, was in den vergangenen Monaten gemeinsam entwickelt wurde.

Auch Willi Strüwer, Vorsitzender der CDU Ortsunion, will weiter für den Erhalt des Kirchenbergbads kämpfen. "Die Fraktionsentscheidung der SPD sollte keine Entscheidung vorwegnehmen", so Strüwer. "Das Lennebad ist für Hohenlimburg die falsche Alternative. Es verschlingt auch eine hohe Investitionssumme." Zudem sei das Becken für den Vereinssport zu klein und es gebe nur 60 Parkplätze.

Der Kampf um das Kirchenbergbad geht heute Nachmittag in eine neue Runde. War die viele Arbeit umsonst? Politiker und die Bürgerinitiative "Ja zum Kirchenbergbad" bei einem Ortstermin im Wellenbad. Archivbild

Von Carolin Annemüller

Quelle: http://www.westfalenpost.de

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