News / wr WR-20.01.2006 "HVG ist irgendwelchen Investoren mehr verpflichtet als Bürgern"

"HVG ist irgendwelchen Investoren mehr verpflichtet als Bürgern"

20.01.2006 / LOKALAUSGABE / HAGEN

Zukunft der Hagener Schwimmbäder:

Mit der für den 2. Februar angesetzten ersten Befassung des Bäderkonzepts im Stadtrat befinden wir uns in der unmittelbaren Entscheidungsphase über die zukünftige Bäderlandschaft in Hagen.

Was hier geplant wird, ist ein überdimensioniertes Luxusbad bei Schließung der Stadtteilbäder, manche sofort - andere auf Raten. Einhellig haben die Besucher der HVG-Foren das für 25 Mio. E zu bauende Zentralbad am Ischeland abgelehnt. Vertreter von Schulen, Vereinen, Senioren und Freizeitschwimmern machten ihr Interesse an stadtteilbezogenen, preiswerten Schwimmstätten deutlich. Verschiedene Unterschriftensammlungen zeigen, wie einhellig die Ablehnung ist.

  • 11#11Dieser Bürgerwille soll nun offenbar einfach übergangen werden. Die Arroganz der HVG geht so weit, dass sie es nicht einmal für nötig hält, sich mit Beschlüssen der Bezirksvertretung Hohenlimburg überhaupt zu befassen. Hier war im Juni 2005 angeregt worden, das Kirchenbergbad zu überdachen, so dass es als Ganzjahresbad nutzbar wird. Anscheinend fühlt sich die HVG irgendwelchen Investoren und ihren Plänen mehr verpflichtet als den kommunalen Entscheidungsgremien. Auf wen das Konzept des 25-Millionen-Bads überhaupt zurückgeht, hat die HVG bis heute nicht offen gelegt. Dabei ist kein Geringerer als Hagens Oberbürgermeister Vorsitzender im HVG-Aufsichtsrat. #11#11Wenn der Bürgerwille derart mit Füßen getreten wird, muss er sich nicht nur Gehör, sondern Entscheidungsgewalt verschaffen. Dafür sieht die Gemeindeordnung in NRW als Mittel der direkten Demokratie den Bürgerentscheid vor. Auch wenn der Gesetzgeber einige Hürden vor diesem Entscheid aufgetürmt hat, halte ich die Zeit für gekommen, diesen Schritt in Angriff zu nehmen. Die Hagener Bäder müssen gerettet werden! Darüber sollten die Bürger selber entscheiden! #11#11Das betrifft auch die Konzepte einer künftigen Hagener Bäderlandschaft. Dafür ist ein wirklich breiter demokratischer Prozess der Meinungsbildung notwendig, einschließlich Ausschreibung und Einbeziehung verschiedenster Planungs- und Baubüros.

Für die nächsten Wochen hoffe ich, dass alle Einzelinteressen hinter der gemeinsamen Sache zurückstehen und wir zu einer breiten Bewegung für einen Bürgerentscheid kommen.

Bürgerinitiative für den Erhalt aller Hagener Schwimmbäder Magret Sarrazin Möllerstraße 89 58119 Hagen

  • 11

Quelle: http://www.westfaelische-rundschau.de

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